Unser Profil

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Die Musikpraxis Heidelberg bietet die Neuro-Musiktherapie nach dem Heidelberger Modell an, die am Deutschen Zentrum für Musiktherapieforschung DZM e.V. entwickelt wurde.

Das spezielle Profil der Tinnitusambulanz umfasst folgende Aspekte:

  • Dynamisches Projektdesign/Anpassung an Trends

Das Therapiespektrum wird ständig fortentwickelt und an aktuelle Gegebenheiten angepasst.

Wir bieten zwei Formen der Neuro-Musiktherapie an:
  • Kompakttherapie: Die Behandlung findet kompakt innerhalb einer Woche an 5 aufeinanderfolgenden Tagen (Montag bis Freitag) statt.
  • Standardtherapie: Die Behandlung wird über einen längeren Zeitraum gestreckt, Therapiezeiten werden dabei individuell vereinbart (üblicherweise eine Sitzung pro Woche)

Aufgrund der Corona-Situation haben wir das Therapiespektrum auch auf telemedizinische Interventionen erweitert. Vor allem für Aufnahmegespräche oder Nachsorgetermine können wir so kontaktlose Video-Therapien ermöglichen.

der Zielgruppe > peer-Ansatz

Durch den therapeutischen Ansatz ist die Zielgruppe automatisch angesprochen und nur durch aktive Mitwirkung von Betroffenen ist die Durchführung der Therapien möglich.

  • Einsatz kreativer Ansätze in der Betreuung

Musiktherapie gehört zu den künstlerischen Therapieformen. Tinnitus wird als Hörereignis wahrgenommen – ebenso wie Musik. Musiktherapie eignet sich daher als kreative Therapie besonders für die Behandlung von Tinnitus, da die Ohrgeräusche leicht musikalisch aufgegriffen und bearbeitet werden können.

  • Alleinstellungsmerkmal

Die Musiktherapie nach dem Heidelberger Modell ist die derzeit einzige Behandlungsform, die den Patienten durch eine aktive Auseinandersetzung mit dem Tinnitus-Geräusch einen direkten Kontrollgewinn über das Symptom ermöglicht. Die Patienten lernen also nicht, die Ohrgeräusche zu „tolerieren“ oder zu überhören, sondern das Ziel ist die unmittelbare Korrektur der dem Tinnitus zu Grunde liegenden neurophysiologischen Prozesse– bis hin zur Symptomauflösung. Damit geht diese Form der Musiktherapie davon aus, dass auch bei chronifiziertem Tinnitus durchaus kurative Ansätze möglich sind – und nicht nur ein „Managen“ des Tinnituserlebens. Die Behandlungsdauer beträgt dabei nur zehn Behandlungseinheiten, die kompakt innerhalb einer Woche durchgeführt werden.

Im internationalen Vergleich ist das musiktherapeutische Behandlungsmodell bezogen auf das Kosten-Nutzenverhältnis bei nachweisbar hochüberlegenen und nachhaltigen Ergebnissen sowie relativ geringen Behandlungskosten eine der derzeit potentesten Maßnahmen bei chronischem Tinnitus.

  • Förderung der Eigenverantwortung

Gerade der musiktherapeutische Behandlungsansatz erfordert die bewusste aktive Teilnahme der Patienten und steigert damit ihre Selbstwirksamkeitsüberzeugung. Viele der gängigen Therapien (z.B. Infusionstherapie, Rauschgenerator) versetzen die Patienten in eine passive Rolle – der Patient lässt etwas mit sich geschehen und muss nur minimalen Selbsteinsatz zeigen. Die Musiktherapie strebt hingegen aktive musikalische Auseinandersetzung mit den „Ohrgeräuschen“ an.

Die Patienten erfahren, dass Tinnitus durch neurophysiologische Veränderungen im Gehirn verursacht wird, die allerdings unabhängig von der Erkrankungsdauer oder des Lebensalters positiv beeinflusst werden können – wenn die Patienten aktiv musikalisch mitarbeiten. Im Sinne der Steigerung der Selbstwirksamkeit wird mit den Patienten weiterhin erarbeitet, dass es sowohl Tinnitus verstärkende als auch Tinnitus abschwächende Faktoren gibt. Die selbstbestimmte Veränderung des Umgangs mit diesen Faktoren ist ein wesentlicher Inhalt für die weitere musiktherapeutische Bearbeitung dieser Faktoren.

  • Hilfe zur Selbsthilfe

In der Musiktherapie erlernen die Patienten aktive Möglichkeiten, sich selbst mit dem Tinnitus auseinanderzusetzen und eine selbstwirksame Kontrolle ausüben zu können.

Die über die Therapiephase hinausreichende Anwendung von spezifischen musiktherapeutischen Übungen bietet den Patienten eine überdauernde selbstwirksame Kontrolle der Tinnitussymptomatik. Im Sinne einer sekundären Prävention wissen Patienten um Strategien im Umgang mit Tinnitus auslösenden Faktoren und können einer möglichen Dekompensation nach erneuter psychischer, somatischer (z. B. HWS-Syndrom) oder audiologischer (z. B. Knalltrauma) Traumatisierung gezielt entgegenwirken.

  • Integrativer Ansatz

Tinnitus als Erkrankung mit vielfältigen Erscheinungsformen und Folgeproblemen erfordert einen integrativen therapeutischen Ansatz. So kann innerhalb der Musiktherapie sehr individuell auf verschiedene Tinnitus bedingte Problembereiche der Patienten (z.B. Kommunikationseinschränkungen, Schlafprobleme, Aufmerksamkeitsdefizite, psychische Beeinträchtigungen) Rücksicht genommen werden. Durch die enge Zusammenarbeit mit Partnern verschiedener Fachdisziplinen (HNO-Medizin, Innere Medizin, Psychotherapie) kann zunächst eine optimale Diagnostik, dann eine patientenorientierte Therapie (z.B. parallele Behandlung von Komorbiditäten wie Höreinschränkung mittels Hörgeräten) sowie eine langfristige Nachsorge gewährleistet werden.

  • Interdisziplinärer Ansatz

Seit mehreren Jahren besteht eine enge Kooperation mit den Universitätsklinken Heidelberg (HNO-Medizin) und Homburg/Saarland (Neuroradiologie) sowie mit niedergelassenen Ärzten (HNO-Medizin/Internisten/Nephrologen) und Physiotherapeuten. 

  • Netzwerkausbau/Multiplikatorengewinnung

Die Musikpraxis Heidelberg bietet regelmäßig Informations- und Fortbildungsveranstaltungen an und führt Weiterbildungsangebote durch.