Für wen?

Eine ambulante Musiktherapie ist in der Regel für eine Vielzahl an Betroffenen möglich.

Im Vorfeld sollte immer eine ärztliche Untersuchung erfolgen, um mögliche organische Ursachen für den Tinnitus auszuschließen. Insbesondere sollte eine audiologische bzw. otologische Abklärung durchgeführt werden, um eine ausgeprägte Hyperakusis (Geräuschüberempfindlichkeit) und eine gravierende Hörminderung zu erfassen. Bei einer Hörminderung ist zunächst ein Hörgerät die beste Therapieoption, danach kann ggf. eine Musiktherapie angeschlossen werden. Bei einer Hyperakusis werden die musikalischen Reize u.U. als Überlastung erlebt und der Tinnitus kann sich verschlimmern.

Voraussetzungen für Musiktherapie

  • subjektive Einschränkung der Lebensqualität
  • musikalische Darstellbarkeit/Umsetzbarkeit des Tinnitus ist möglich
  • Ausreichende Hörfähigkeit (ggf. Hörgeräteanpassung im Vorfeld einer Musiktherapie)
  • Bereitschaft zur aktiven Auseinandersetzung mit dem Tinnitus (Musiktherapie ist nie „passiv“!)

Ausschlusskriterien

  • otologische Komorbidität (z.B. massiver Schwindel, gravierende und nicht durch Hörhilfen auszugleichende Hörminderung)
  • ausgeprägte Hyperakusis
  • völlig dekompensierter Tinnitus (Rat zu stationärer Therapie!!)
  • manifeste psychiatrische oder hirnorganische Erkrankungen (z.B. Schizophrenie, Demenz, Hirntumor)